Streit ums Tempolimit: UBA-Studie sieht CO₂-Einsparung bei 120 km/h – was steckt wirklich dahinter?

Streit ums Tempolimit: UBA-Studie sieht CO₂-Einsparung bei 120 km/h – was steckt wirklich dahinter?
Kaum ein verkehrspolitisches Thema spaltet so sehr wie das Tempolimit. Jetzt liefert eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes (UBA) neue Argumente: Demnach würde ein generelles Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen jährlich rund 6,7 Millionen Tonnen CO₂ einsparen. Ein klarer Schritt in Richtung Klimaschutz – oder doch ein politisches Reizthema mit veralteten Daten?
Gleichzeitig kommt Kritik: Die Zahlen seien nicht mehr aktuell, technische Entwicklungen bei Fahrzeugen würden nicht berücksichtigt, und ein FDP-internes Gutachten stellt die Wirkung infrage. Was also ist dran? Und was bedeutet das für die Praxis?
CO₂ sparen durch Tempolimit – ein simpler Hebel?
Ein generelles Tempolimit von 120 km/h auf deutschen Autobahnen könnte laut UBA vor allem durch den reduzierten Kraftstoffverbrauch bei konstant niedriger Geschwindigkeit erhebliche Mengen an CO₂ einsparen. Hinzu kämen potenzielle positive Effekte auf Lärm, Unfallzahlen und Verkehrsfluss.
Doch die Kritik lässt nicht lange auf sich warten: Die zugrunde liegende Datengrundlage der UBA-Studie stammt teilweise noch aus den Jahren vor der Corona-Pandemie. Technologische Fortschritte bei Antriebssystemen, E-Mobilität und Assistenzsystemen seien nicht ausreichend berücksichtigt worden. Das FDP-Gutachten kommt gar zu dem Schluss: Der Effekt sei überschätzt.
Was viele vergessen: Es geht nicht nur um CO₂
Der Streit um das Tempolimit wird meist rein politisch oder ökologisch geführt. Dabei spielt das Thema Verkehrssicherheit eine ebenso wichtige Rolle. Klar ist: Höhere Geschwindigkeiten führen statistisch zu schwereren Unfällen. Tempolimits haben in vielen Ländern nicht nur ökologische, sondern vor allem sicherheitsbezogene Gründe.
In der praktischen Verkehrslenkung – etwa bei Baustellen, Tunnelabschnitten oder Unfallschwerpunkten – werden Tempolimits gezielt eingesetzt, um Gefahren zu minimieren. Und genau hier zeigt sich auch die Verbindung zu unserer täglichen Arbeit bei Menne Training.
Tempolimits müssen richtig angeordnet und abgesichert werden
Egal ob 120, 100 oder 80 km/h – ein Tempolimit entfaltet nur dann seine Wirkung, wenn es korrekt ausgeschildert, nachvollziehbar begründet und fachlich einwandfrei umgesetzt wird. In Baustellenbereichen ist die Anordnung von Geschwindigkeitsbeschränkungen sogar verpflichtend – geregelt durch die RSA21 und entsprechende verkehrsrechtliche Anordnungen.
Das Problem: In der Praxis erleben wir häufig fehlerhafte oder unvollständige Beschilderungen. Schilder stehen zu früh, zu spät oder in falscher Höhe. Das sorgt nicht nur für Unsicherheit bei Verkehrsteilnehmern, sondern kann im Ernstfall rechtliche Folgen haben.
Menne Training: Fachwissen statt Ideologie
In der politischen Diskussion geht es oft um Grundsatzfragen. Wir bei Menne Training schauen auf die Praxis. Unsere Online-Schulungen nach RSA21 vermitteln genau das Wissen, das für die rechtssichere Umsetzung von Geschwindigkeitsbegrenzungen und Verkehrsmaßnahmen erforderlich ist.
Denn: Es bringt wenig, über CO₂-Ziele zu diskutieren, wenn in der täglichen Arbeit mit Verkehrszeichen Unsicherheit herrscht. Wer Verkehrssicherheit ernst nimmt, muss Fachkräfte qualifizieren – nicht nur für die Theorie, sondern für die konkrete Umsetzung auf der Straße.
Fazit: Tempolimit bleibt ein Reizthema – Fachkompetenz bleibt Pflicht
Ob 120 km/h wirklich das Klima retten kann, bleibt umstritten. Aber dass klare, einheitliche und sichere Verkehrsregelungen entscheidend für die Sicherheit und Akzeptanz im Straßenverkehr sind – daran besteht kein Zweifel. Wer Tempolimits richtig einsetzt, muss wissen, wie es geht. Und genau das vermitteln wir bei Menne Training.
Jetzt online zur RSA21-Schulung anmelden – für sichere Verkehrsführung, fachgerechte Anordnungen und mehr Sicherheit auf unseren Straßen: www.menne-training.de